Mittwoch, 10. Dezember 2014

APPventskalender 2014 #moblern

E-Teaching.org haben ja gerade ein Themenspecial „Mobiles Lernen“ #moblern, das ergründen soll, ob und wie mobile Endgeräte im Unterricht eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden Apps und ihr Einsatz in der Praxis genauso vorgestellt, wie beispielsweise die Verwendung von Podcasts zur Unterstützung des Lernprozesses. Und als überaus nette Idee gibt es jetzt vor Weihnachten einen APPventskalender, in dem jeden Tag eine App vorgestellt wird. Das Besondere daran ist, dass die Apps von Nutzerinnen und Nutzern empfohlen wurden, es sich also um eine Good Practice Sammlung handelt.

Ich durfte auch eine App beisteuern, nämlich Kahoot! für mobile Endgeräte. Prinzipiell lässt sich mit Kahoot! auch im Browser arbeiten, aber auch die App hat ihre Vorteile. Mehr verrät aber die Beschreibung im APPventskalender, Tag 7. :-)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Zeitgemäß unzeitgemäß - unzeitgemäß zeitgemäß

Im Zuge der Verleihung des ELCH 2014, des E-Learning Champions, an der Universität Graz gestern Abend hielt Thomas Strasser von der PH Wien einen kurzweiligen Gastvortrag mit dem Titel "Ohne Grenzen? Grenzgenial? Online-Kollaboration im Unterricht". Es ging dabei um Möglichkeiten und Grenzen des kollaborativen Online-Arbeitens im Unterricht und auch allgemein um den Einsatz digitaler Werkzeuge im Lehrbetrieb. Der Vortrag war auf 20 Minuten begrenzt, vieles konnte also nur gestreift und nicht in der Tiefe ausgeführt werden, auch wenn es spannend gewesen wäre.


Was ich an Thomas Strasser so schätze ist sein Zugang zu Medien in Unterricht und Lehre. Didaktik vor Technologie, so lässt sich der Ansatz knapp beschreiben und die drei Worte in dieser Reihenfolge treffen den Nagel punkt genau auf den Kopf. Es geht in der Lehre nicht darum, Medien einzusetzen und zu hoffen, damit ein Allheilmittel gefunden zu haben, das den Lernprozess auslöst. Es geht nicht darum, Technologien einzusetzen, weil sie gerade zeitgemäß sind, und nur weil sie gerade zeitgemäß sind. Es geht nicht darum, Medien einzusetzen, weil man Medien einsetzen muss/soll/kann/darf/will.

[Auf Google+ gibt's dazu gerade eine spannende Diskussion bzw. eine von Martin Lindner geposteten und kommentierten Beitag zum Thema Lehrer und Internet.]

Vielmehr geht es darum, auch mal unzeitgemäß zu sein, wie Thomas Strasser in seinem Beitrag gezeigt hat. Das Folgen von Trends ist ja schön und gut, aber es geht darum, diesen Trends in sinnvoller Art und Weise zu folgen. Es geht darum, Medien richtig und sinnvoll einzusetzen - ja, ich weiß, was ist schon richtig? Aber diese Diskussion lasse ich mal außen vor. Lernen mit und über Medien sollte selbstverständlich sein, Lernerinnen und Lerner sollen Medien aber reflektiert zur Beförderung des Lernprozesses einsetzen und sich über Stärken und Schwächen unterschiedlicher Zugänge zum Lernen bewusst sein. Und so soll es auch mit den Lehrpersonen sein. Es ist wichtig, dass wir wissen, wann wir welches Werkzeug oder Medium zu welchem Zweck einsetzen. Erst wenn wir wissen, welches Lernziel wir erreichen wollen, können wir auch auswählen, wie wir dorthin kommen. Das didaktische Setting steht also im Vordergrund, oder eigentlich der Lernprozess der Lernerinnen und Lerner. Unsere Lernziele sind wirklich das Ziel, wie wir dorthin kommen, das ist eine andere Sache. Es ist eigentlich ganz einfach. Oder nicht?

Schauen wir uns mal das Video "This Will Revolutionize Education" an, in dem kompakt gezeigt wird, wie sich der Medieneinsatz auf das Lernen auswirkt und welche Rolle die Lehrperson im modernen (digitalen) Klassenzimmer einnehmen soll:

Veritasium: This Will Revolutionize Education (YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=GEmuEWjHr5c)


Was revolutioniert denn schon wirklich? Nur weil die Jugendlichen heute mit dem Smartphone und auch Tablet aufwachsen, heißt das noch lange nicht, dass sie damit auch umgehen können. Nur weil ich einen Computer zuhause habe, heißt das nicht, dass ich ihn auch verwenden kann. Und schon mal dran gedacht, wie das mit einem Mixer, einem Fahrrad oder auch einer Staffelei ist? Wir müssen den Lernenden dabei helfen, die Medien für sich so einzusetzen, dass sie einen Mehrwert aus der Nutzung erzielen können. Lehrende sind keine Animateurinnen und Animateure, sondern Lernbegleiter, die Lust Interesse wecken und motivieren, aber nicht nur. Was ist schon dabei, wenn Schüler/innen ein Vokabel im Internet nachschlagen? Was ist schon dabei, wenn man Wikipedia konsultiert? Oder wieder anders: Was ist dabei, wenn man nach Rezept kocht? Wenn man nach Anleitung strickt? Im Grunde doch eigentlich nichts, oder? Nur die Techniken dahinter müssen beherrscht werden. Ich muss wissen, wo ich nachschaue oder wen ich frage. Ich muss wertvolle von weniger wertvollen Informationen trennen können. Lernende brauchen unterschiedliche Literacies, aber keine neuen Literacies, wenn man es genau nimmt. Die Literacies, oder Kompetenzen und Fähigkeiten, sind nur anders gelagert, wenn man die Raummetapher strapazieren möchte, angepasst an neue Lernräume, in denen Geschwindigkeit und Menge der Informationen zugenommen haben. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Weihnachtscountdown

Gerade in der Weihnachtszeit ist man immer wieder froh, Materialien zu haben, die in der vermeintlich besinnlichen und eigentlich stressigen Zeit im Unterricht eingesetzt werden können. Und gerade wenn man nach interessanten Materialien erst suchen muss, lässt es sich leicht verzweifeln, weil es ja im Netz schier unglaublich viele Materialien gibt. Man ist also froh, wenn einem die Suche abgenommen wird.

Eine umfangreiche Materialiensammlung liefert Lehrer-Online-de auf Countdown bis Weihnachten: Wir zählen die Tage. Hier gibt es nicht nur ein Dossier zu Advent und Weihnachten oder Apps, die beim Countdownzählen helfen, sondern auch zahlreiche Fundstücke aus unterschiedlichen Bereichen.

Und wie wäre es mit der Wahl zum schrecklichsten Weihnachtslied? Hier zwei Kandidaten.

In diesem Sinne: Schöne Adventzeit! ;-)

Montag, 1. Dezember 2014

Mediendidaktische Modelle

An der Universität Graz gibt es seit einigen Jahren die Mediendidaktische Modellsammlung. Sie bietet Good Practice Beispiele von Lehrenden für Lehrende, die in ihrer Lehrveranstaltung, einem Workshop oder Ähnlichem neue Medien sinnvoll integrieren wollen. Ziel ist dabei der Mehrwert im Lernprozess der Lernenden.

Weil gerade bei neuen Medien auch immer wieder Berührungsängste vorhanden sind, stellt die Mediendidaktische Modellsammlung Beispiele aus der Praxis zur Verfügung und beschreibt dabei nicht nur einzelne Methoden, sondern vor allem auch das mediendidaktische Setting im Sinne einer Vor- und Nachbereitung. Wie müssen mediengestützte Methoden in einer Lehrveranstaltung oder einer einzelnen Lerneinheit eingebettet werden, um den angestrebten Mehrwert zu erreichen?

Diese Mediendidaktische Modellsammlung umfasst auch eine Beschreibung (webbasierter) Anwendungen, die sich zum Einsatz in Lehre und Forschung besonders eignen. Und auch bei den Anwendungen wird auf  die (medien-)didaktischen Rahmenbedingungen und Einsatzmöglichkeiten geachtet. Ein kurzes Video auf der Startseite beschreibt die Sammlung. Und mit heute wurde im Webradio der Grazer Universitäten unter dem Titel Lehren mit Medien ein Beitrag zur Mediendidaktischen Modellsammlung veröffentlicht.

Primäre Zielgruppe sind Angehörige (Mitarbeiter/innen und Studierende) der Universität Graz. Jeweils drei Modelle und drei Werkzeuge sind aber für alle freigeschaltet.

Eine Übersicht über Werkzeuge, die sich in der Lehre einsetzen lassen, liefert auch die LapTeacher Toolbox, eine didaktische Beschreibung fehlt zwar, doch finden sich in meinem Blog einige Hinweise zu den genannten Tools ;-)

Freitag, 21. November 2014

Wie man Bilder unter CC-Lizenz richtig verwendet

Das Verwenden von Bildern, die unter einer CC-Lizenz stehen, ist ja nicht immer so einfach. Da können schon mal Fehler passieren - und wenn Fehler passieren, dann werden Rechte verletzt (das Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte usw.).

Was muss man bei der Verwendung von Bildern unter CC-Lizenz also beachten? Nun, man muss sich zu allererst die Lizenz genau anschauen, unter der das Bild steht. Welche Lizenz ist es? Gibt es Einschränkungen? Was fordert die Lizenz? Und dann muss man sich genau überlegen, was alles anzugeben ist - also neben dem exakten Namen des Urhebers/ der Urheberin auch der Name des Bildes, die Lizenz selbst und der Lizenztext an sich. Und vielleicht auch noch die Fundstelle. Da kommt so einiges zusammen. Wem das jetzt zu viel ist, der schaue sich am besten folgendes Video an:

Und hier die notwendigen Angabe zum Video:
Besonders hervorzuheben ist dabei auch die Checkliste, die mit dem Video mitgeliefert wird und auf der die Faustregeln noch einmal sehr übersichtlich zusammengefasst werden. Jetzt sollte alles klar sein, oder?

Aber: HALT!

So klar scheint es nicht zu sein, denn erste Kritikpunkte am Video können unter http://archiv.twoday.net/stories/1022371274/ nachgelesen werden. Und plötzlich ist alles anders? Und es wird nicht besser, wenn man sich die betreffende Seite auf der Webseite von Creative Commons ansieht (https://wiki.creativecommons.org/Best_practices_for_attribution). Gut zusammengefasst findet man auch Informationen zum Thema freie Lizenzen auf der Seite Open Content Lizenzen: Leitfaden in englischer Sprache, die von Lehrer-Online.de zusammengestellt wurde. Bei der Linksammlung und den verlinkten Broschüren finden sich nicht nur Ressourcen in englischer, sondern auch in deutscher Sprache, die sich als sehr hilfreich erweisen. Eine Restunsicherheit bliebt aber immer noch, zumindest bei mir...

Was ist also der Ausweg? CC0? Public Domain? Für mich irgendwie schon, denn sobald man ein Bild unter CC verändert, sollte man auch die ursprüngliche Version angeben. Und wenn diese auch eine veränderte Version ist, auch hier die ursprüngliche usw. Die Attribution kann da richtig lang und und übersichtlich werden...

Mittwoch, 19. November 2014

Lernen will gelernt sein

Menschen lernen unterschiedlich. Dieser Tatsache sind Lerntypendiskussionen geschuldet ebenso wie die Orientierung an unterschiedlichen Sinneskanälen, die in Unterricht und Lehre idealerweise angesprochen werden sollen. Dabei gilt es nicht zu vergessen, dass auch das Lernen gelernt sein will. Man sollte Lernenden deshalb nicht nur einen abwechslungsreichen Unterricht in Hinblick auf Methodik und Gestaltung liefern, sondern auch Hinweise darauf geben, wie man lernen kann. Lerner/innen brauchen Techniken, wie man effizient lernen und auch größere Stoffmengen bewältigen kann. Tipps und Tricks von den Lehrenden oder den Lernenden untereinander können da nicht schaden.

Einige Lerntechniken liefert der Beitrag Auf die Technik kommt es an. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Techniken genannt, sondern diese auch beschrieben und Erklärungen dafür geliefert. Vielleicht kann sich die eine oder andere mit einzelnen Techniken identifizieren. Die Liste ist individuell erweiterbar, kann aber eine gute Basis dafür sein, sein eigenes Lernen zu reflektieren, um den Lernerinnen und Lernern zu helfen, selbst zu lernen.

Dienstag, 18. November 2014

Wikipedia als Quelle?

Am Freitag berichtete Reuters in Russia plans alternative version of 'Wikipedia': Russland plane eine alternative Version von Wikipedia. Ziel sei es, fundierte und vertrauenswürdige Informationen zu liefern.

Dieser Beitrag ist deshalb so spannend, weil – freilich vor einem anderen Hintergrund – immer wieder über die Vertauenswürdigkeit von Wikipedia diskutiert wird und sich auch die Qualitätssicherung auf Wikipedia irgendwie als schwierig erweist.

Wikipedia ist ein heikles Thema und die Positionen sind sehr heterogen. Soll man Wikipedia als Quelle vertrauen? Ist Wikipedia zitierbar? Stimmen die Informationen in Wikipedia? Jeder sollte die Antworten auf diese Fragen selbst finden. Vielleicht hilft eine, subjektiv zusammengestellte und beliebig erweiterbare Auswahl an Artikeln, Postings und Berichten, sich ein eigenes Bild zu machen:

Montag, 17. November 2014

Plagiate und Urheberrecht als Thema im Unterricht

Man kann junge Lerner/innen gar nicht früh genug für die Themen Plagiat und Urheberrecht sensibilisieren. Beide sind nicht nur gesetzlich interessante Themen, sie betreffen all jene, die in Forschung und Lehre tätig sind vielleicht beinahe täglich. Wo finde ich passende Ressourcen für meine Präsentationen? Was muss ich zitieren und was nicht? Wie muss ich richtig zitieren?

Eine wertvolle Ressourcensammlung rund um das Vermeiden von Plagiaten stellt Lehrer-online.de mit Plagiate vermeiden: Umgang mit Informationstechnik zur Verfügung. Dabei handelt es sich nicht nur um ein ausgearbeitetes Stundenkonzept, sondern auch um eine Auswahl an brauchbaren Links und Materialien rund um das Thema Plagiate und wenn man sie vermeiden kann.

Weitere ebenso tolle Ressourcensammlungen, die sich als Unterrichtsmaterialien direkt im Unterricht einsetzen lassen, die aber auch wertvolle weiterführende Informationen liefern, sind die folgenden Seiten von Lehrer-online.de:
Besonders hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass diese Unterrichtsmaterialien unter einer CC-Lizenz stehen und somit als Open Educational Resources wirklich direkt eingesetzt und weiterverwendet werden können.

Donnerstag, 6. November 2014

Auf ein Neues: WhatsApp und die Privatsphäre

Bereits an anderer Stelle habe ich über WhatsApp, die allgemeinen Bedenken und meine persönliche Sichtweise zu diesem allseits beliebten Messenger geschrieben. Und irgendwie hat sich da in letzter Zeit doch wieder was getan bei WhatsApp, nachdem es doch in den Monaten davor (und somit nach der Übernahme durch Facebook) ein wenig ruhig geworden ist um die App.

Immer wieder ist zu hören und lesen, dass sich die Nutzer/innen sehr wohl klar darüber sind, was WhatsApp im Hintergrund so alles speichert und somit weiß. Aber wie wurde mir erklärt: Was soll ich tun? Alle haben WhatsApp und wenn ich jetzt alleine zu einem anderen Anbieter wechsle, na was macht das denn dann für einen Sinn? Ich gebe zu, die Argumentation hat was, aber wollen wir wirklich so durchsichtig sein? Vor allem mit dem neuesten Coup von WhatsApp?

Seit neuestem gibt es bei WhatsApp, übrigens wie auch bei Facebook, kleine blaue Häkchen, die markieren, ob eine Nachricht gelesen wurde oder nicht. Die Ausrede - Sorry! Ich habe deine Nachricht nicht gesehen! - entfällt damit wohl, wie auch Spiegel Online resümiert. Die Welt zeigt uns in einer charmanten Weise, wie diese Gesehen- bzw. Gelesen-Funktion in der Realität aussieht. Ein Puzzlestein also mehr in der Analyse des WhatsApp-Nutzungsverhaltens. Denn dass WhatsApp ziemlich genau weiß, wann jemand die App aktiv nutzt und wann nicht, ist schon länger klar (Spiegel Online hat darüber schon am 23. September 2014 in Datenschutz: Telefonnummer verrät WhatsApp-Nutzungsverhalten berichtet).

Und besonders spannend finde ich dabei jene Menschen, die Kundenkarten ablehnen, weil sie Einkäufe nachverfolgbar machen, die aber fleißig WhatsApp nutzen. Ein kleiner (großer?) Widerspruch ist durchaus erkennbar...

Mittwoch, 5. November 2014

Was für Kinder und erwachsene Kinder

Manchmal findet man im Netz Fundstücke, die man gerne teilen möchte und die eigentlich in keine Kategorie der eigenen Arbeit hineinpassen. Dieser Blog beschäftigt sich grundsätzlich mit Werkzeugen aus dem Web 2.0, mit Open Educational Resources und Mobile Learning. Es sind also durchaus digitale Themen, oder wie man sie auch nennen will. Doch manchmal braucht man auch das Analoge oder  Ressourcen für das Analoge.

Und im heutigen Newsletter von Lehrer-Online.de habe ich eine Ressourcensammlung zum Thema Martini-Fest gefunden, die absolut teilenswert ist:

Linktipps zum Martinsfest

Es handelt sich hierbei nicht nur um Linktipps, also eine bloße Linksammlung, sondern um eine Ressourcensammlung. Hier finden sich:
  • informative Links zum Thema
  • Bastelanleitungen
  • Lieder und Geschichten zum Singen und Erzählen
  • Rezepte
Als Sammlung für die Schule würde ich meinen, hier werden alle Sinne angesprochen (abseits der Diskussion, ob es eine Engführung von Sinneskanälen und Lernen im Sinne von Lerntypen gibt). Das auditive Element wird genauso berücksichtigt wie das visuelle, das haptische genauso wie das gustatorische. Unabhängig vom Inhalt und Thema dieser Ressourcensammlung kann man sie - in meinen Augen - als ein gelungenes Beispiel einer Sammlung sehen, die unterschiedliche Kanäle, Fertigkeiten und Kompetenzen anspricht und somit ein rundes Lernerlebnis erlauben.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Embedden (Framing) erlaubt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat eine bahnbrechende Entscheidung getroffen, wie Björn Greif ZDNet am 24. Oktober schreibt (siehe EuGH: Einbetten von Youtube-Videos stellt keine Urheberrechtsverletzung dar).

Am 21. Oktober wurde in einem Grundsatzurteil entschieden, dass das Einbetten fremder Materialien auf der eigenen Webseite mittels Framing kein Verstoß gegen das Urheberrecht und somit erlaubt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die eingebetteten Materialien dem Urheberrecht unterliegen oder nicht, wichtig ist nur die Tatsache, dass sie auf einer Internetseite zur Verfügung gestellt werden, die öffentlich zugänglich ist. Somit werde durch das Einbetten auf der eigenen Webseite kein neues Publikum erschlossen. Wie der Artikel weiter ausführt, sind damit alle (Multi-)Mediainhalte betroffen, die im Internet vorhanden sind, eine Lizenz ist zum Einbetten nicht nötig. Welche Auswirkungen sich aus dieser Entscheidung ergeben, ist noch nicht klar bzw. ist die Tragweite noch nicht einschätzbar. Man darf nun also alle Inhalte auf Webseiten, Blogs und in Präsentationen einbinden, solange man Framing betreibt, also einbettet und nicht herunter- und wieder hochlädt. Das bedeutet, dass man – wie beispielsweise auf Bloganbietern wie Blogger – Videos nicht mehr via Link zur Verfügung stellen muss, sondern die Media-Funktion auswählen kann, die das Video aus YouTube direkt einbettet und damit auch mittels Vorschaubild anklickbar macht. 

Somit ist wohl auch die Frage nach der Thumbnail-Ansicht in sozialen Netzwerken obsolet geworden (siehe dazu beispielsweise den Beitrag Vorschaubilder beim Teilen von Inhalten in Social Media – Praxistipps zur Minderung des Abmahnrisikos oder Vorschaubilder, Facebook und Abmahnungen – Der Social Media Fahrplan auf Minikama).

Nichtsdestotrotz sollte auch weiterhin auf die Verwendung von OER (Open Educational Resources) geachtet werden. "Urheberrechtsverletzungsbefreiung" hin oder her: Wenn ich meine Materialien selbst erstelle, dann verwende ich Creative Commons lizenzierte Ressourcen dafür und stelle die Materialien auch selbst unter Creative Commons. Dann dürfen sie bedenkenlos von anderen weiterverwendet und bearbeitet werden. Dann stellt sich die Frage der Verletzung oder Rechtsmäßigkeit gar nicht mehr.

Montag, 13. Oktober 2014

Nachlese zum Webinar "Netzlernen und Soziale Medien: Zwei MOOCs zum Thema"

Am Donnerstag durfte ich ein Webinar zum Thema „Netzlernen und Soziale Medien: Zwei MOOCs zum Thema“ halten und dabei zwei MOOCs auf der seit März 2014 laufenden österreichischen MOOC-Plattform iMooX (www.imoox.at) vorstellen. Es handelt sich um die Kurse Lernen im Netz: Vom Möglichen und Machbaren sowie Soziale Medien & Schule: Für wen, wieso, wozu?, die beide jetzt im Oktober gestartet sind.

Bei „Lernen im Netz“ beschäftigen wir uns mit allem, was im Zusammenhang von Lernen und Internet steht, also mit Lerntheorien ebenso wie mit Urheberrecht, mit Mobile Learning genauso wie mit Open Educational Resources (OER). Der Kurs richtet sich somit auch ganz allgemein an alle, die sich für das Thema Lernen und Internet interessieren.

Der zweite Kurs hingegen, richtet sich, wie auch der Titel schon verrät, primär an Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen, aber eigentlich auch wieder an alle, die sich auf sozialen Netzwerken herumtummeln. Im Kurs werden Gefahren und Potentiale von Social Media-Anwendungen ebenso thematisiert wie die Kostenfrage oder mögliche Einsatzszenarien im Lernprozess.


Wie’s bei Webinaren so üblich ist, wurden in der anschließenden Diskussion noch viel mehr Themen gestreift. Und ich möchte ein paar Links nachliefern.


Und weil die Webinare, die Jürgen Wagner anbietet, wirklich eine Bereicherung sind (für unterschiedliche Zielgruppen), hier auch eine Übersicht über kommende Webinare: https://dl.dropboxusercontent.com/u/8905964/Breeze/Fobis_2014.pdf

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Zuerst denken, dann posten

Das Posten in Sozialen Medien, das Teilen von Inhalten und Statusmeldungen, das Hochladen von Bildern und Videos oder das Liken unterschiedlicher Inhalte von Freundinnen und Freunden geht recht schnell von der Hand. Und manchmal, da fragt man sich bei so einigen Postings, ob die Urheber/innen denn auch wirklich nachgedacht haben vor dem Senden. Es gibt Fotos, die sollte die Community vielleicht nicht sehen. Es gibt Inhalte, die interessieren wahrscheinlich (nur ganz) wenige. Es gibt Momentaufnahmen, die sollen auch solche bleiben und nicht für die Ewigkeit im Web herumschwirren. Doch was tun? Was sollte man beim Posten denn so beachten.

Mir gefällt das Video Think before you post in diesem Zusammenhang sehr gut. Was ich im realen Leben außerhalb eines sozialen Netzwerks nicht von mir verbreitet wissen will, sollte ich auch in sozialen Netzwerken nicht teilen. In die gleiche Richtung geht der Beitrag Think Before You Post: Five Social Media Virtues, der uns daran erinnert, nicht im Affekt zu posten. Was einmal geschrieben  steht, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Außerdem ist mit Sarkasmus und Ironie aufzupassen. Der Leser/ die Leserin dechiffriert das Geschriebene nicht immer im Sinne der Intentio auctoris. Wenn ich also verstanden werden will, solle ich möglichst klar und deutlich bleiben und Sarkasmus und Ironie als solche kennzeichnen.

Und da gibt es auch noch die THINK-Formel, die als Akronym die fünf elementaren Fragen stellt, die man sich vor dem Posten noch einmal in Erinnerung rufen sollte: Is it True? Is it Helpful? Is it Inspiring? Is it Necessary? und Is it Kind? Schließlich sollten auch beim Posten und Teilen gewisse Regeln, die sogenannte Netiquette, eingehalten werden.

Weitere hilfreiche Tipps und Informationen finden sich auf der Seite 10 Things to Think About Before You Post von The Daring Librarian.

Mittwoch, 24. September 2014

The top 100 Tools for Learning (zusammengestellt von Jane Hart)

Wie jedes Jahr hat Jane Hart auch heuer wieder ihre bekannte Liste mit den Top 100 Tools for Learning zusammengestellt. Hier die Präsentation der Tools:



Die Auswahl erfolgt über ein Ranking von Userinnen und Usern, die ihre 100 liebsten Tools bekannt gegeben haben. Dies erklärt auch die Heterogenität der ausgewählten Tools - von Powerpoint über Moodle bis Prezi, von Flickr über Coursera bis Kahoot! ist alles dabei.

Wer also auf der Suche nach erprobten Tools ist, wird in dieser Sammlung sicher fündig.

Donnerstag, 11. September 2014

Lerntypen, Lernstile oder wie auch immer...

Ich mag die Idee von Lerntypen. Das möchte ich gleich vorweg klar stellen. Es gibt Diskussionen, ob es Lerntypen gibt oder nicht und ob man seine Lehre in Hinblick auf diese Lerntypen gestalten soll. Und vielleicht sollte man sie auch nicht Lerntypen nennen, sondern Lernstile? Egal, wie man die Sache nennt, es gibt einfach unterschiedliche Kanäle, über die wir bevorzugt wahrnehmen und Wahrgenommenes abspeichern. Ich weiß für mich, dass ich zwar immer wieder als visueller Typ eingestuft werde, dass mir aber das laute Lesen und das Markieren von Elementen sehr viel geholfen hat. Zum Exzerpieren hat meistens die Motivation nicht gereicht, aber das ist eine andere Sache... Und deshalb versuche ich auch meine Unterricht immer so zu gestalten, dass unterschiedliche Kanäle angesprochen werden. Somit kommt Abwechslung ins Spiel und die ist ja bekanntlich im Unterricht nicht schlecht (Lerntypen hin oder her).

Vielleicht gefällt mir aus diesem Grund auch der Ansatz Howard Gardner so gut, der meint: 'Multiple intelligences' are not 'learning styles' und seine Theorie der multiplen Intelligenzen auch darlegt. Vielleicht ist es nur eine neue Art etwas Altes zu benennen, also quasi alter Wein in neuen Schläuchen oder Fässern (ich mag dieses Bild). Aber ich denke, dieser Ansatz ist jedenfalls einer Beachtung würdig. Und irgendwie ist es absurd, dass die Theorie der multiplen Intelligenzen auch wieder auf Lernstile herunter gebrochen wird.

Also alles beim  Alten, oder wie? Fast, denn in den meisten Fällen wird von drei bis fünf Lern- oder Wahrnehmungstypen (auch hier wird das eine auf das andere zurückgeführt oder umgelegt) gesprochen. Visuell, auditiv und kinästhetisch ist immer dabei, dem VAKOG-Modell folgend kommen auch olfaktorisch und gustatorisch hinzu. Gardner aber geht von sieben verschiedenen Intelligenzen aus, aus denen sich sieben Lernstile ableiten lassen. Dabei kommt die interpersonale und die intrapersonale Ebene genauso hinzu wie die mathematisch-logische. Es wird also auch berücksichtigt, dass das Lernen in Gruppen nicht für alle gleich gut funktioniert und dass es auch sinnvoll sein kann, Dinge alleine zu erarbeiten. Gleichzeitig wird aber gerade dieser soziale Aspekt auch herausgestrichen, was im Zusammenhang mit Sozialen Netzwerken und in Hinblick auf die Lerntheorien des Konstruktivismus und Konnektivismus spannend ist. Dabei werden gerade so alte Meinungen wie "Beim Lernen sollst du keine Musik hören." oder "Stillarbeit ist sehr fruchtbar." (ja, sowas habe ich im Unterricht noch gehört) vielleicht nicht widerlegt, aber dennoch relativiert: Denn jede/r hat seinen/ ihren eigenen Lernstil. Und daraus folgt: Was für mich gut ist, muss für dich nicht unbedingt auch gut sein. Eine alte Weisheit, aber wahr...

Mittwoch, 10. September 2014

Lehren und Lernen im virtuellen Raum #gmw14

Im Rahmen der #GMW14 haben wir uns ausgiebig mit Lehr- und Lernräumen beschäftigt und irgendwie lässt mich diese Diskussion auch nicht mehr los. Wir hatten uns ja dafür entschieden, unsere Präsentation zum Beitrag Lehren und Lernen im virtuellen Raum im Flipped Conference-Modus abzuhalten. Deshalb formulierten Michael Kopp und ich vorab einige Fragen, die dann im Plenum diskutiert werden sollten.



Eine der Fragen war die folgende: Sind Hochschulen auf das Lehren im virtuellen Raum vorbereitet? Zu unserer Überraschung ging die Diskussion eher auf die inhaltliche Ebene und weniger auf die Rahmenbedingungen ein.  In diesem Zusammenhang spannend ist der Beitrag Is the classroom model appropriate for teaching in a digital age? Hier wird – wie so oft – darauf eingegangen, dass die traditionelle Klassenzimmer- oder Hörsaallehre nicht eins-zu-eins auf den virtuellen Raum umzulegen ist. Beide Formate haben ihre Stärken und Schwächen und im Sinne des Blended-Learning-Konzepts ist es sinnvoll, sich die Stärken der beiden Settings zunutze zu machen und damit eine hybride Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, die die Studierenden in ihrem Lernprozess unterstützt.

Diese Unterstützung des Lernprozesses ist dabei nicht nur im Sinne der Schaffung eines geeigneten Lernraumes zu verstehen, sondern auch in der Schaffung eines geeigneten Mobiliars für diesen Lernraum. Was hilft ein schönes Wohnzimmer, wenn die Couch furchtbar ungemütlich ist? Auch die Lehr- und Lernressourcen sollten dementsprechend funktional und doch so „gemütlich“ sein, dass ein Verweilen oder auch tiefes Lernen ermöglicht wird. Und was nutzt ein schönes Wohnzimmer, wenn die Türe immer versperrt bleibt oder vor der Türe Möbel stehen, die ein Vorbeikommen verhindern?

Montag, 8. September 2014

Alte und neue Lernräume...

Die  #GMW14 stand ganz im Zeichen von Lehr- und Lernräumen. Dabei wurde die Raummetapher verständlicherweise ständig bemüht, ohne jedoch, was sich im Laufe der Diskussionen herausstellte, ein einheitliches Raumverständnis zu haben. Woran es immer wieder hakt, ist eine eindeutige Definition unterschiedlicher Begrifflichkeiten, nicht nur in unterschiedlichen Sprachen.

Wie sieht der Lehr- und Lernraum der Zukunft aus? Vielleicht wie der beschriebene Classroom of the Future? Handelt es sich dabei um keinen physischen sondern einen virtuellen Raum? Dabei stellt sich zum heutigen Zeitraum die Frage Why do so many Moodle courses suck? Nik Peachey versucht, die Frage zu beantworten und liefert einige interessante Hinweise dahingehend, Moodlekurse ansprechend zu gestalten. Dass virtuelle Lernräume ihre Stärken haben, ist unbestritten, dass ein Eins-zu-Eins-Transfer alter Strukturen nicht möglich ist, unterstreicht Jörn Loviscach.

Aber nicht nur der Lehr- und Lernraum hat sich zu verändern, sondern auch das Verhalten der Lehrenden und Lernenden. Self-Regulation ist dabei nur eine der Kernkompetenzen des/der Lernenden des 21. Jahrhunderts. Auch Informationskompetenz spielt eine zentrale Rolle, genauso wie die Frage nach der digitalen Identität und der Privatssphäre, wie danah boyd sie stellt. Ändert sich meine Privatsphäre beim Lernen im virtuellen Raum?

Freitag, 5. September 2014

Didaktisierung von Videos zum Einsatz in (x)MOOCs (#GMW14)

Also eigentlich hätte ich ja nicht damit gerechnet, vor vollem Haus sprechen zu dürfen: Mein Vortrag war quasi der letzte am letzten Tag, gleich nach der Mittagspause – Suppenkoma inklusive. Aber siehe da, der Lehrraum war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt. Und das anwesende Publikum konnte eine Impro miterleben, wie sie fast schon irgendwie typisch ist. Nachdem bei der EDULEARN14 in Barcelona während meines Vortrags der PC meinte, er müsse w.o. geben, war es in Zürich auf der #GMW14 der fehlende Präsentationsrechner, der mich vor kleine Probleme stellte. Auch mein lädierter Laptop weigerte sich, die Videos in meiner Präsentation abzuspielen, und was soll bitte schön eine Präsentation über Videos ohne Videos? Also griff ich zum Tablet, Ton exklusive, denn den brachten wir nicht zum Laufen.


Schwamm drüber, die Präsentation war zumindest zu sehen – und während der Präsentation fielen mir dann auch gleich mal zwei Fehler auf, die ich gleich mal berichtigen möchte: Das Video aus dem Hanse-MOOC steht unter einer CC-Lizenz. Andreas Wittke von der FH Lübeck hat das Video kurzfristig für mich umgestellt, wie er auch in seinem Blog dokumentiert. Danke dafür :-) Ich habe ganz allgemein versucht, nur Videos zu finden, die unter einer CC-Lizenz stehen und aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Einzige Ausnahme ist das Video der Khan Academy und das in beiden Punkten.

MOOCs sind prinzipiell offene Kurse und da sollte wohl auch der Offenheitscharakter auf die Materialien zutreffen. Aber das trifft auf nicht soooo viele Videos zu. Bei iMooX stehen alle Kursmaterialien, sofern nicht Verlinkungen, unter einer CC-Lizenz, auch die Videos des MOOCs der Uni Hildesheim sind unter CC-BY-NC-SA vorfügbar und auch der zweite Durchgang des Hanse-MOOCs als Welt der Hanse (Start am 6. Oktober auf iversity) setzt auf CC-BY.

Der zweite Fehler betrifft den Slideshare-Link in der Präsentation. Das ist schlichtweg der falsche Link. Ich versuche gerade, die Folien auf Slideshare auszutauschen, aber das funktioniert irgendwie nicht. Ich bleibe aber auf alle Fälle dran.

Licenses And Creative Commons by Lisa, Kevin, Anne is licensed under CC-BY-SA

Was ich an dieser Stelle auch noch einfügen möchte, ist das Video des Copyright-MOOCs, das ich erwähnte. Bei mir hatte es wirklich den „Das ist so bemüht, das schau ich mir weiterhin an“-Effekt. Vielleicht sehen das andere anders, aber bei mir war’s so.

Montag, 1. September 2014

Open Education Handbook

The coordinators of the Open Education Handbook are looking for contributors and feedback. As it is a collaboratively written document contributors are always welcome. As the handbook targets people who are interested in  Open Education the project coordinators look for people who want to share their knowledge with others.

Mittwoch, 27. August 2014

Was ist die Zukunft der Lehre?

Prognosen, die die Zukunft der Lehre voraussagen, gibt es beinahe wie Sand am Meer. Einige davon sind ernst zu nehmen, wie beispielsweise der alljährlich erscheinende Horizon Report und an ihn angelehnte Beiträge wie Is This the Future of Education?, andere sind eher kritisch zu betrachten.

Ein zur zweiten Gruppen zu zählender Beitrag ist How Computer Technology Will Transform Schools Of The Future, der eigentlich weniger wegen des Beitrags selbst nennenswert ist, sondern wegen der Kommentare und Reaktionen der Community, die sehr schön zeigen, wie unterschiedlich die Zugänge zum Thema Lehre und Unterricht der Zukunft sind. 

Was dieser Beitrag jedenfalls schildert, sind Ideen und keine Trends und hier sollte eine Trennung vorgenommen werden, wie sie oftmals fehlt. Es gibt die Ideen und Visionen auf der einen und eben die Trends auf der anderen Seite, deren Umsetzbarkeit wahrscheinlicher ist als jene der Visionen und Ideen. Nicht alles, was man sich für den Unterricht wünscht (oder nicht wünscht) tritt ein, doch oftmals werden gerade diese Wünsche und v.a. Nicht-Wünsche herangezogen, um negative oder schauerliche Szenarien zu entwerfen. Das soll nicht heißen, nicht visionär sein zu dürfen, es soll nur heißen, objektiv zu bleiben und Entwicklungen richtig und vorurteilsfrei zu deuten.

Montag, 25. August 2014

Bloom's Taxonomy Planning Kit for Teachers

There are many infographics dealing with Bloom’s Taxonomy helping teachers to define learning outcomes or learning goals. Educational Technology & Mobile Learning have created a new one. The title Bloom's Taxonomy Planning Kit forTeachers is a real planning kit that doesn’t only offer the different levels and their description but also actions verbs, outcomes, and important questions that help teachers to check the learning outcomes and/or to formulate exercises. I really appreciate this overview for it is handy and can be used directly in the classroom.

Donnerstag, 14. August 2014

Malvorlagen für den Unterricht

Die Webseite Schulbilder.org bietet eine Sammlung von Malvorlagen an, die - so steht es in den Nutzungsbedingungen - für den Einsatz im Rahmen des Unterrichts und für den persönlichen, privaten Gebrauch verwendet werden dürfen. Die Bilder können jeweils immer in einer großen und einer kleinen Version heruntergeladen werden. Außerdem lassen sich auch eigene Malvorlagen erstellen.

Darüber hinaus stellt die Seite einen Kreuzworträtsel-Generator und einen Wortsuch-Generator zur Verfügung und stellt auch Bilder zum Online-Ausmalen bereit. Weiters finden sich auch noch Bastelanleitungen zu unterschiedlichen Themenbereichen.

Die einzelnen Ressourcen sind thematisch sortiert. So findet man beispielsweise das Thema Jahreszeiten genauso wie Berufe oder Zeit.

Dienstag, 12. August 2014

Speedreading und doch alles verstehen?

Bei der Literaturrecherche ist es manchmal wichtig, Texte nur zu scannen, um einen schnellen Überblick über den Inhalt zu bekommen, andere Texte jedoch liest man aufmerksamer, manchmal Wort für Wort, um den Inhalt auch zu verstehen. Da kann es manchmal durchaus passieren, dass die Konzentration verschwindet und man die Zeile verliert oder nicht mehr richtig fokussiert.

Die Anwendung Squirt kann dabei helfen, diesen Fokus zu bewahren. Der französischsprachige Beitrag Squirt : l'application fascinante, gratuite et instantanée qui vous faire lire plus vite sur internet verspricht sogar bis zu 1000 Worte pro Minute. Der deutschsprachige Artikel Squirt: So liest du jede Webseite wie auf Speed liefert noch weitere Beispiele für Speedreading-Tools.

Beim Ausprobieren erkennt man die - zugegebenermaßen einfache - Technik dahinter: Die einzelnen Worte eines Textes bleiben fix in der Mitte der Seite und werden nacheinander eingeblendet. Das Auge starrt auf den Bildschirm, die Augenbewegung (von Wort zu Wort, Zeile zu Zeile) entfällt. Das Tempo kann selbst eingestellt werden, ebenso der Schrifttyp (mit oder ohne Serifen).

Am besten einfach ausprobieren. Das Lesen funktioniert nicht schlecht, der Fokus bleibt. Wie lange man diese Art des Lesens aber durchhält, kann ich noch nicht sagen.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Under construction

Finally there are some free moments to restructure my blog. I have already started and will let you know when it's done. So don't be confused because some of the chapters might look different when you visit the blog the next time ;-)

Mittwoch, 30. April 2014

Technology in the classroom: fears and help

Using technologies in classroom might cause fears and concerns. Teachers are not used to using technology and therefore don’t feel comfortable using it. Edudemic resumes the 3 Must-Know Tips For Anyone Nervous About EdTech and tries to allay these fears and concerns in order to foster the use of technology in the classroom.

There are so many good resources online that help to design good technology enhances lessons, like  the article Using Brain Research to DesignBetter eLearning Courses: 7 Tips for Success, or the fantastic Free Tutorial“E-learning Technologies” (OER) that is furthermore licensed under CC BY SA. These resources can help teachers to avoid the 5 Bad Technology Habits Teachers Can Fall Into.

Freitag, 25. April 2014

Google here, Google there, Google everywhere

Google is not just everywhere, Google has changed the way we learn, the way we search and the way we work. Information and knowledge are constantly growing and so it’s important to develop new searching skills and even note taking skills in order to survive the information overload.  To find the most important pieces of information it seems to be important to know Google’s search algorithms (ranking factors).  And it is a really long list of 200 pieces…

There are many tools that can help us doing research and it is important that our education systems and teachers adjust to the Google Generation. Students should be taught how to effectively do research and they should beware of the fact that even teachers can “google” information and that they can detect plagiarism (sorry, the article behind is in German!).

Dienstag, 15. April 2014

Educational Technology, eBooks und Hangouts

Im Netz stößt man immer wieder auf interessante Anleitungen und Zusammenfassungen oder Infografiken. Die Fülle an Suchergebnissen und Empfehlungen ist schier unermesslich. Einige davon picke ich gerne heraus, um sie auf meinem Blog vorzustellen. Heute sind es ein Cheat Sheet zu Educational Technology, eine Handreichung für den Umgang mit eBooks und eine Zusammenfassung zum Einsatz von Hangouts im Unterricht.

A New Educational Technology Cheat Sheet for Teachers fasst unterschiedliche Begrifflichkeiten, die im Umkreis des Themas "mediengestütztes Lernen und Lehren" aktuell Verwendung finden, zusammen und erklärt sie in kompakter Weise. Darunter fallen Begriffe wie MOOC oder der Ansatz des Flipped Classrooms genauso wie Open Educational Resources oder 1:1 Technology. Besonders hervorzuheben ist dieses Cheat Sheet deswegen, weil es unter eine CC-BY-NC-ND-Lizenz gestellt wurde.

The Epic Ebook Guide von Vicki Davis ist eine sehr kompakte und dennoch umfassende Handreichung zum Thema e-Books, in der nicht nur beschrieben wird, welche Reader es gibt, sondern auch, wie man zu günstigen e-Books kommt (inkl. einer Angabe von Quellen), wie man diese kaufen kann, womit man selbst e-Books erstellen kann und worauf man achten muss. Vicki Davis konzentriert sich dabei nicht auf Android oder Apple, sondern gibt Beispiele für unterschiedliche Mobile Devices und ist alleine schon deshalb zu empfehlen.

Der Überblick How to Use Hangouts in the Classroom stammt von EdTech Review und benennt und beschreibt unterschiedliche Einsatzszenarien für Google Hangouts im Unterricht, wobei die Beispiele im Prinzip weit gestreut sind und man sich durchaus Ideen für die eigene Lehre herausziehen kann. Die Leser/innen sind auch angehalten, eigene Beispiele zu nennen (über die Kommentarfunktion).

Donnerstag, 3. April 2014

Jugendliche & soziale Netzwerke

danah boyd (zur Kleinschreibung des Namens siehe die Kurz-Bio auf ihrer Homepage) ist bekannt als Wissenschaftlerin, die ein Gespür für allgemeine gesellschaftliche Tendenzen, speziell aber die Jugendkultur, und ihre Tragweite hat. Dies hat sie bereits in mehreren Beiträgen bewiesen, so beispielsweise in ihrem neuesten Werk It's Complicated: the social lives of networked teens. In diesem Buch spricht sie zahlreiche Punkte an, die nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Lehrende und Eltern im Kontext der sozialen Medien interessant sind: Datenschutz, Privatsphäre, Abhängigkeit und Bullying. Und nicht nur Jugendliche können aus der Lektüre eine Menge für sich mitnehmen.

Genauso interessant sind die Interviews, die die Autorin im Umfeld der Veröffentlichung des Buchs gibt. Darin bringt sie ihre Befunde auf den Punkt: Soziale Medien sind nicht per se schädlich und negativ. Wie alles im Leben haben sie ihre Stärken und Schwächen, die Dosis macht das Gift.

Und übrigens für boyd ist klar : Die Ära Facebook ist eine historische Ausnahme, die auch als solche zu betrachten ist. (Das englische Original-Interview ist unter dem Titel The era of Facebook is an anomaly auf der Seite von The Verge zu finden.)

Mittwoch, 2. April 2014

The “Attention Method” for Effective PowerPoint Presentations

Es gibt ja zahlreiche gute Tipps zum Erstellen von PowerPoint-Präsentationen. Nicht zu viel Text, aussagekräftige Bilder, eine Idee pro Folie usw. Wieso sollte man sich also einen zusätzlichen Artikel durchlesen? Naja, weil The “Attention Method” for Effective PowerPoint Presentations auch einen Toolkit bereitstellt: mit Bildquellen und Quellen für Schriftarten, Color Tools und Hilfestellungen zur basalen Bildbearbeitung. Darüber hinaus gibt es "Related Articles", die ebenfalls spannende Inhalte liefern. 

Einziger Kritikpunkt am Beitrag: Es gibt viel viel mehr Alternativen zu PowerPoint. Hier mal drei übersichtliche Seiten zu Alternativen (Achtung: Kein Anspruch auf Vollständigkeit!):
Und wer viel Zeit zum Stöber hat, wird in der Medienfundgrube sicher auch noch fündig! :-)

Donnerstag, 27. März 2014

Methodenpools

Man will seine Lehre abwechslungsreich gestalten, verwendet aber immer wieder die gleichen Methoden? Man ist auf der Suche nach Methoden für den Unterricht und weiß nicht, wo man suchen soll?

Es gibt im Web zahlreiche Seiten, die Methoden für den Unterricht bereit halten. An dieser Stelle möchte ich meine Favoriten nennen, die ich immer mal wieder aufrufe, um zu schmökern:


Diese Liste natürlich eine, die potentiell ständig wächst. Ich freue mich auch über Anregungen zu Methodensammlungen - man lernt bekanntlich nie aus und das Ausprobieren von neuen Methoden kann auch richtig Spaß machen. Es bringt nicht nur für die Lernenden Schwung in den Alltag, sondern auch für uns Lehrenden!

Dienstag, 4. März 2014

Open Education Week

Vom 10. bis 15. März findet die Open Education Week statt. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Bewusstsein für die Open-Education-Bewegung zu schaffen und bietet an fünf Tagen zahlreiche spannende Webinare an, die dem Openness-Gedanken in vielerlei Hinsicht entsprechen. Der Webinar-Plan ist auf der Homepage der Open Education Week abrufbar: http://www.openeducationweek.org/event-schedule/

Donnerstag, 20. Februar 2014

WhatsApp --> Facebook

Die Meldung verbreitete sich gestern Nacht sehr rasch. Facebook kauft WhatsApp um 19 Milliarden Dollar. Ein stolzes Sümmchen, muss man sagen. Aber der Kauf ist nicht so überraschend, wie viele vielleicht vermuten würden. Das Magazin t3n geht den Gründen auf die Spur Ein starkes Team? Das sind die Gründe für Facebooks WhatsApp-Übernahme - ein strategischer Schachzug von Mark Zuckerberg, der weiter reicht als über die bloße Chance zur Vernetzung.

Bei all den Schlagzeilen um den Kauf bleibt die Frage: Was ändert sich für die User/innen? Welche Auswirkungen hat die Übernahme in Hinblick auf Privatsphäre und Daten der User/innen? Man darf gespannt sein.

Die Redakteurinnen und Redakteure von t3n jedenfalls schlagen ihrer Leserschaft im Beitrag
WhatsApp-Alternativen – Ein Blick über den Tellerrand zahlreiche Apps und Anwendungen vor, die durchaus ihren Reiz haben. Und auch in den sozialen Netzwerken sind bereits zahlreiche Diskussionen darüber am Laufen, welche Alternativen zu WhatsApp genutzt werden können, was sie können und was sie kosten (nicht selten inklusive der Beschwerde, dass eben alle WhatsApp nutzen und man bei anderen Messenger-Diensten recht alleine ist...).

Und was sagt Google dazu? Auf die Reaktion des "Empires" (siehe den Beitrag L'empire de Google en infographie, der - obwohl auf Französisch - doch gut verständlich ist) darf man durchaus gespannt sein. 

Ich bleibe - ganz old-school - vorerst beim guten alten SMS ;-)

Freitag, 14. Februar 2014

WhatsApp?

Wie schnelllebig die Zeit ist, erkenne ich immer öfter: Auf die Frage "Schickst mir ein SMS?" kommt immer häufiger die erstaunte Gegenfrage: "SMS? Bist du nicht auf WhatsApp?" Und das gibt mir immer wieder zu denken. Nicht, dass ich WhatsApp nicht interessant fände, aber ich habe eben eine grundlegende Skepsis beim Installieren neuer Apps auf meinem Smartphone oder Tablet. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass die Rechte, die einzelne Apps einfordern, nicht nachvollziehbar wirken, zum anderen aber auch daran, dass ich mich, bevor ich eine App installiere, gerne über die App informiere. Ich denke hier an die ZDF-Reportage Hilfe ich bin Nackt aus dem Jahr 2011. Und bei WhatsApp wird die Skepsis nicht kleiner, wenn man sich informiert.

Google weiß alles, das ist mir klar. Wer auf Facebook ist, gibt  einen Großteil seiner Persönlichkeit preis (auch infolge von nicht immer transparenten Änderungen der Privacy-Einstellungen zum Beispiel). Ja, auch das ist klar. Da weiß man mittlerweile aber, dass es so ist, und man vorsichtig sein sollte.

Bei WhatsApp scheint mir die Sachlage ein wenig anders zu sein und das Bewusstsein dafür zu fehlen, was diese beliebte App eigentlich "tut" und "weiß". Ein aktueller Artikel in der WAZ trägt den plakativen Titel Wie die "Super-Wanze" Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt. Darin werden die Gefahren der App angesprochen. In einigen Gruppen und Foren wird mittlerweile darüber diskutiert, dass WhatsApp in dieser Hinsicht ja keine Ausnahme ist. Und auch in der Vergangenheit gab's immer wieder Beispiele dafür, dass Anwendungen Informationen speichern, ohne die Anwender/innen darüber explizit zu informieren (man denke hier an den die Aufregung um Skype im letzten Jahr).

Das ist sicherlich richtig. Deshalb ist es wichtig, zu informieren und aufzuklären. Hierfür empfiehlt sich - in meinen Augen - der Leitfaden Sicher unterwegs in WhatsApp von Saferinternet.at (nur einer von vielen Leitfäden zum Thema Privatsphäre, die Saferinternet.at für Eltern, Lehrer/innen und Jugendliche erstellt hat). Im Leitfaden wird nicht nur die Handhabung von WhatsApp erklärt, sondern es werden auch Sicherheitshinweise und Hintergrundinformationen gegeben, die man kennen sollte, wenn man sich für diese App entscheidet.

Und genau hier liegt für mich auch der entscheidende Punkt: Ich kann mich über die App informieren, wobei die Informationen aus einer sicheren Quelle stammen, und mich dann bewusst für oder gegen WhatsApp entscheiden. Ein bewusster Umgang mit Apps ist wichtig und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Zumindest in meinen Augen. Und deshalb bleibe ich auch beim guten alten SMS, auch wenn mir WhatsApp vielleicht viel mehr bieten könnte.

Dienstag, 28. Januar 2014

Was für Bastler und Kreative

Manchmal stößt man beim Stöbern im Netz auf Beiträge, die dafür sorgen, dass man sozusagen "hängen bleibt". So geschehen bei einem Beitrag aus der PC Welt von Anfang Jänner 2014. Benjamin Schischka hat in seinem Beitrag Top-Tools für Bastler, Kreative & kluge Köpfe eine interessante Mischung an Tools zusammengestellt, die vom Einrichtungsplaner über den Editor für eBooks im EPUB-Format bis hin zum Freewaretool zum Erstellen von Stop-Motions alles bietet. Die Beschreibung der einzelnen Tools ist sehr kompakt, die Texte sagen aber alles Notwendige, um Lust am Ausprobieren der Tools zu bekommen.

Egal ob für den Unterricht oder die Freizeit, die Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsszenarien scheinen vielfältig. Wie wäre es beispielsweise damit, den Einrichtungsplaner im Fremdsprachenunterricht einzusetzen? Die Lernenden arbeiten zu zweit: Der eine plant ein Zimmer, die andere muss dieses dann in der Fremdsprache beschreiben (und umgekehrt). Neben den Vokabeln für Einrichtungsgegenstände lassen sich auch Präpositionen so ganz einfach wiederholen. ;-)